Die Vorsorgevollmacht*
(
*nun in der Form eines speziellen Typs einer Patientenverfügung
mit eingebauter Vorsorgevollmacht:
siehe PatVerfü
)

Seit dem 1.3.2005 gibt es die Möglichkeit, eine private (nicht notariell beurkundete) Vorsorgevollmacht* zentral bei der Bundesnotarkammer zu registrieren.

Wir empfehlen dringend, die geringen Kosten (unter 20,- €) für eine Registrierung der Bevollmächtigten bei der Bundesnotarkammer aufzubringen. Das geht am günstigsten per Internet, siehe dieses Link.
(Darauf achten, nur Bevollmächtigte zu registrieren, auf keinen Fall Personen für eine Betreuungsverfügung eintragen! Nur so kann man sein Recht, "Nein" zu sagen, absichern.)
Alle Vormundschaftsrichter haben online Zugriff auf dieses Register, so dass es wie ein zentrales Instant-Vorsorgeregister wirkt. Es wäre ein schweres Versäumnis eines Richters, sich vor einer Entscheidung in diesem Register nicht über eine existierende Vorsorgebevollmächtigung informiert zu haben.

Oder per Post mit Formularen, die man hier zum runterladen findet: siehe dieses Link

Die beste Vorsorgevollmacht*, um die Selbstbestimmung abzusichern, gibt es hier: PatVerfü

Zu dieser Registrierung einer Vorsorgevollmacht ist dringend zu raten, denn die Vormundschaftsgerichte (seit 1.9.2009 irreführend als "Betreuungsgerichte" bezeichnet) überprüfen anhand eines online Zugangs zum Registers in der ganzen BRD VOR irgendeinem ihrer Beschlüsse, ob etwa eine Vorsorgevollmacht existiert - und wenn ja, denn bleibt ihnen nur noch zu prüfen, ob diese Vollmacht aktuell aufrechterhalten ist. Wenn dies der Fall ist, dann können sie rechtmäßig keine Zwangsbetreuung mehr einrichten und eine psychiatrische Zwangseinweisung auch nur noch legalisieren, wenn der Bevollmächtigte diese beantragt, zumindest ihr nicht widersprochen hat. (Die Ausnahme ist, wenn nach erheblichen Straftaten die forensische Zwangsuntersuchung angeordnet wird, aber selbst dann läßt sich noch eine Zwangsbehandlung mit einem Bevollmächtigten verhindern)

Die Preise bei der Bundesnotarkammer sind erträglich:
Die Bundesnotarkammer erhebt für die Registrierung aufwandsbezogene Gebühren nach der Vorsorgeregister-Gebührensatzung. Die Höhe der Gebühr unterscheidet sich nach der Art und Weise, wie die Meldung zum Register (Internet oder Post) und die Abrechnung erfolgen. Auch die Zahl der gemeldeten Bevollmächtigten ist von Bedeutung.
Die Gebühr fällt nur einmal an und deckt die dauerhafte Registrierung und Beauskunftung an die Vormundschaftsgerichte ab. So beträgt die Gebühr für Internet-Meldungen grundsätzlich 15,50 €.
Sie sinkt auf 13,- €, wenn die Gebührenrechnung im Lastschriftverfahren beglichen wird. Wird mehr als ein Bevollmächtigter registriert, fallen für jeden weiteren Bevollmächtigten zusätzlich 2,50 € an.
Bei postalischen Anmeldungen erhöhen sich diese Gebühren um 3,- €. Der Zuschlag für jeden weiteren Bevollmächtigten beträgt 3,- € (statt 2,50 €).

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(*nun in der Form eines speziellen Typs einer Patientenverfügung
mit eingebauter Vorsorgevollmacht:
siehe PatVerfü
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